BEE GEES Discografie

BARRY GIBB. HAWKS

September 1988

Barry Gibb und seine Soloprojekte sind eine unglückselige Geschichte, wie es sie sicher in der Musikgeschichte kein zweites Mal gibt. Das erste Album (The Kid's No Good) bleibt 1970 unveröffentlicht zugunsten der Bee Gees Reunion, sein zweites (Now Voyager) wird zu einem der größten Flops, die die Musikgeschichte je gesehen hat, was schließlich dazu führte, dass sich seine US-Amerikanische Plattenfirma MCA weigerte sein drittes Projekt (My Eternal Love) 1986 zu veröffentlichen (und was sicher auch maßgeblich dazu beitrug, dass die Bee Gees sich 1987 wieder zusammenfanden).

Da Barry Gibb inzwischen auch als Produzent ins Filmgeschäft eingestiegen war, lag es nahe, für die britische Produktion 'Hawks' (mit Timothy Dalton in der Hauptrolle) auch den Soundtrack beizusteuern. Dabei bediente er sich bei seinem bereits fertigen Material aus dem Jahr 1986 und stellte dieses Album als Soundtrack zum Film zusammen. Als MCA sich auch weigerte diesen Soundtrack zu veröffentlichen, blieb Barry Gibb nichts anderes übrig, als das Album in Europa anzubieten. Polydor Niederlande veröffentlichte das Album schließlich exklusiv im Herbst 1988 und machte es über Polydor in ganz Europa verfügbar.

Dabei hätte das Album mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, denn es ist mit das Beste, was es aus dem Hause Gibb je gegeben hat. Man höre sich nur mal den von Richard Powers und Barry Gibb gemeinsam verfassten Titel 'My Eternal Love' an. Das war wieder einmal einer dieser Killer-Songs, die die Bee Gees immer dann drauf haben, wenn man es fast nicht mehr erwartete. Auch sonst präsentierte sich das Album als hervorragende Produktion mit exzellenten Kompositionen und einem Barry Gibb in gesanglicher Hochform. Zusätzlich gab es mit dem Diana Ross Hit 'Chain Reaction' aus dem Eaten Alive Album noch einen schönen 'Bonus'.

Die Single 'Childhood Days' nahmen nur wenige Fans wahr und so verschwand auch das Album schnell wieder in der Versenkung. 'Letting Go' wurde im Jahr 2005 von Barbra Streisand auf deren von Barry Gibb produziertem Guilty Pleasures Album neu interpretiert.


 
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